Die kommunale IT gegen den Deutschland-Stack prüfen
Liegt nicht nur der Deutschland-Stack maschinenlesbar vor, sondern auch die IT einer Kommune, lässt sich abfragen, wie weit eine Verwaltung schon am Stack ausgerichtet ist, und ein geplantes Vorhaben so durchspielen, dass es möglichst viel vom Stack wiederverwendet.
Die konkrete IT-Landschaft einer einzelnen Kommune veröffentlicht niemand offen und maschinenlesbar. Die hier geprüfte Stadt Musterstadt ist deshalb erfunden, aber nah an offenen Referenzarchitekturen modelliert.
Vorbilder für Musterstadt
Es gibt maschinenlesbare Referenzarchitekturen für Kommunen: in den Niederlanden GEMMA, EU-weit EIRA (beide offen als ArchiMate) und in Deutschland das sächsische IT-Referenzarchitekturmodell für Kommunen. ArchiMate ist dabei nur ein möglicher Ausgangspunkt; ebenso ließen sich weitere Formate anbinden. Das wäre zugleich ein Anknüpfungspunkt zu Themen rund um Enterprise Architecture Management (EAM).
1. Wie viel D-Stack steckt schon drin?
Die Abfrage ordnet jede Komponente der IT von Musterstadt einer von drei Gruppen zu: abgedeckt (folgt einem D-Stack-Element), Lücke (nutzt einen realen Standard, den der D-Stack noch nicht führt), oder Insellösung (gar kein offener Standard).
2. Wie bewertet der D-Stack Musterstadts Bestand?
Jedes D-Stack-Element trägt im Deutschland-Stack eine eigene Bewertung auf sechs Kriterien (0 bis 100 %), unabhängig davon, wer es einsetzt. Diese Werte werden hier für genau die Elemente gezeigt, die Musterstadt nutzt; so überträgt sich die Bewertung des Stack auf Musterstadts Bestand. Das Kriterium ist wählbar, und »in N Komponenten« sagt, in wie vielen Komponenten von Musterstadt das jeweilige Element steckt.
3. Weitere Fragen, die der Graph beantwortet
4. Ein neues Projekt als Stack-Maximierung (Bürger-Chatbot)
Die Stadt plant einen Bürger-Chatbot fürs Serviceportal und will dabei so viel wie möglich aus dem Deutschland-Stack wiederverwenden. Das Vorhaben ist als eigenes Szenario modelliert: Pro Fähigkeit hat die Stadt-IT die Optionen bewertet, Stack-Elemente und, wo vorhanden, proprietäre Alternativen. Durch die semantische Modellierung fällt die Empfehlung samt Abdeckung vor und nach dem Projekt aus einer einzigen Abfrage.