Der Deutschland-Stack als Wissensgraph
Heute liegt der D-Stack in getrennten Quellen: eine Landkarte der Standards und Technologien, Verzeichnisse von Verwaltungsleistungen, Beschlüsse als PDF. Jede für sich ist nützlich, aber statisch und unverbunden. Was wäre, wenn daraus ein abfragbarer Wissensgraph (Knowledge Graph) würde?
Dieser inoffizielle Prototyp bringt drei bisher getrennte Sichten in einen gemeinsamen Graphen: worauf der Staat läuft (Standards und Technologien), was er damit tut (Verwaltungsleistungen aus PVOG, FIM und FIT-Connect) und was darüber entschieden wird (die Beschlusslage des IT-Planungsrats). So wächst die Zahl der beantwortbaren Fragen überproportional dank Netzwerkeffekt. Ein Beispiel für eine solche Frage:
Was hängt an einem einzigen D-Stack-Baustein wie OpenID Connect?
OpenID Connect ist der Login-Standard hinter vielen Online-Anträgen. Der Graph zeigt, was betroffen wäre, fiele er aus: 4 Verwaltungsleistungen ↗, dahinter 53 zuständige Behörden ↗ und 7 Lebenslagen ↗, bis hinein in eine kommunale IT-Landschaft. Eine gute Grundlage für eine Folgenabschätzung.
Anwendungsfälle, die andeuten, was möglich wird
Worauf der Staat läuft
Was er damit tut
Was darüber entschieden wird
Der Prototyp greift eine Richtung auf, die der IT-Planungsrat selbst eingeschlagen hat:
- Semantische Technologien sind ein Standardbereich ↗ des D-Stacks, genau die Mittel dieses Prototyps.
- Der FIM-Datenfeld-Baukasten selbst soll bis Sommer 2027 ↗ als Wissensgraph pilotiert werden.